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Wohngemeinschaft

Der Begriff Wohngemeinschaft stammt wohl noch aus den wilden 70ern, als sich die Hippie-Kommunen auf alten Bauernhöfen zusammengeschlossen haben, um dort gemeinsam zu leben. Das Prinzip war denkbar einfach. Jeder Mitbewohner steuerte etwas zur WG bei und erleichterte den anderen damit den Tag.

Heutzutage gibt es immer noch Wohngemeinschaften, doch werden diese nicht mehr nur auf dem Land, sondern vorzüglich in der Großstadt gebildet. Steigende Mietpreise und der Mangel an kleinen Wohnungen mit 1 oder 2 Zimmern, machen es für junge Menschen während der Ausbildung unmöglich, sich in den Großstadtdschungel zu wagen.

Im Zusammenhang mit Studenten taucht der Begriff Kommune sehr häufig auf, doch auch junge Leute, die mit beiden Beinen bereits im Berufsleben stehen, gründen bevorzugt in teuren Städten wie München, Hamburg oder Berlin eine WG, um bei den Miet- und Nebenkosten sparen zu können.

Eine Wohngemeinschaft besteht häufig aus 2 – 3 Mitbewohnern, wobei die Zahl auch größer sein kann. Dies hängt von der Wohnung ab. Die Vorteile liegen auf der Hand. Der Mietpreis wird durch die Anzahl der Teilnehmer dividiert, ebenso wie die Nebenkosten. In vielen WG´s gibt es eine Gemeinschaftsküche, wobei die Verpflegung auch aus einer gemeinsamen Kasse bezahlt wird. Teilweise lassen sich Nahrungsmittel in großen Mengen günstiger einkaufen, was einen zusätzlichen finanziellen Vorteil mit sich bringt. In vielen Wohngemeinschaften werden Pläne aufgestellt, wer wann welche Arbeiten zu übernehmen hat. Wochenweise muss dann ein Mitbewohner den Abwasch übernehmen, einer kocht, einer bringt den Müll runter, einer putzt die Toilette. Diese Aufteilung erleichtert das Leben für alle, da man immer nur einen Bereich der anfallenden Arbeiten zu übernehmen hat.

Wohngemeinschaften sorgen auch dafür, dass man in der Großstadt nicht vereinsamt. Gerade am Anfang, wenn man neu zugezogen ist, fällt es manchen Menschen schwer, Kontakte zu knüpfen. Da bietet es sich an, mit mehreren gleichaltrigen Leuten in eine gemeinsame Wohnung zu ziehen.

Leider hat eine Wohngemeinschaft auch Nachteile. Außer dem eigenen meist kleinen Zimmer, gibt es keine Möglichkeit, sich zurückzuziehen. Alle anderen Räume dienen der Gemeinschaft. Oft kommt es auch vor, dass gerade in alten Gebäuden eine immense Lärmbelästigung entsteht, wenn die Mitbewohner Musik hören, Fernsehn schauen oder Freunde eingeladen haben. Zieht ein Wohnmitglied nicht richtig mit, kommt es zu Unstimmigkeiten beim Tagesablauf. Werden die Arbeiten nach Plan nicht erledigt, gibt es häufig Streit und die Stimmung wird ungemütlich. Daher gibt es in einer Gemeinschaftswohnung meistens einen Hauptmieter, der im Prinzip die Rolle des WG-Leiters übernimmt und Konflikte zu lösen versucht oder aber unlösbare Probleme durch einen Rauswurf des Mitbewohners veranlasst.